Mehrgenerationen

Neues vom Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Grünwinkel

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Am Albgrün“ in Grünwinkel wurde bereits in den vorangegangenen Ausgaben vorgestellt.

Wie berichtet, soll in Grünwinkel auf dem Gelände Durmersheimer Straße / Ecke Zeppelinstraße ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt entstehen, in dem Menschen aller Altersstufen miteinander leben wollen, von der jungen Familie mit Kindern bis zur älteren Generation. Geplant sind 90 bis 120 Wohneinheiten, an deren Gestaltung die zukünftigen Bewohner bereits jetzt mitwirken.

Heide Wroblewski

„Ich mache mit, weil ich mir mit diesem Vorhaben frischen Wind um die Nase wehen lassen und jeden Tag Kinder um mich herum haben will.”

Familie Reiter-Nonnenmacher
„Wir machen mit, weil wir hier unseren Traum vom eigenen Haus im Grünen zusammen mit anderen verwirklichen können.
Unsere Kinder sollen das selbstverständliche Miteinander von Jung und Alt von klein auf erfahren.“
Volker Göhler

„Selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen – nicht mehr länger als Vision oder Wunschdenken, sondern als konkretes Projekt in meiner Heimatstadt Karlsruhe.
Das fasziniert und begeistert mich. Ich brauche ein Netz nachbarschaftlicher und freundschaftlicher Beziehungen.
Und ich brauche Rückzugsmöglichkeiten und Zeiten, in denen ich ganz für mich sein kann.
Das Mehrgenerationen-Projekt Am Albgrün ermöglicht mir diese Form des Wohnens in unmittelbarer Nähe zum Ufer der Alb.
Deshalb mache ich mit!“
Inzwischen ist das Projekt einen erheblichen Schritt vorwärts gekommen: Vom 18. bis 20. September hat wie angekündigt eine große Bürger-/Architekten-Planungswerkstatt in der Rheinstrand-Halle stattgefunden.
Mit fünf Architektenteams, die bereits Erfahrungen im Planen derartiger Wohnprojekte einbringen, den Mitwirkenden aus den Gruppen und interessierten Bürgern aus Grünwinkel und Umgebung wurden in einem kreativen Prozess fünf Entwürfe erarbeitet.

Planungstisch in Aktion: Mitwirkende und Architekten im intensiven Austausch
Foto: Siegele

In jeden dieser Entwürfe sind nach ausführlichen Diskussionen die Wünsche der zukünftigen Bewohner eingeflossen, eingebettet in die vorgegebenen Möglichkeiten aus stadtplanerischer Sicht. Die fruchtbare Zusammenarbeit und die erzielten Ergebnisse stellen für die einzelnen Wohngruppen einen bedeutsamen Meilenstein dar. „Diesen Schwung wollen wir nutzen für die weitere Entwicklung und die hoffentlich bald anstehende Umsetzung“ meint Louis Schmidt von der Mietergemeinschaft.

Eine hochrangig besetzte Jury aus Fachleuten, Politik und Verwaltung hat am 14. Oktober und schließlich am 25. November 2009 entschieden, dass der Entwurf des Architektenteams Kränzle+Fischer-Wasels die Grundlage zur Erstellung des Bebauungsplanes für das Grundstück bilden soll. Da in alle Entwürfe im Vorfeld die Wünsche der Gruppen eingeflossen waren und alle Entwürfe bemerkenswerte Details enthielten, wurde der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ausschlaggebend für die Jury war schließlich, dass der gewählte Entwurf den Gedanken des gemeinschaftlichen Wohnens ihrer Ansicht nach am besten erfüllt.

Alle fünf erarbeiteten Modelle wurden in einer Ausstellung in der Modellbau-Werkstatt des Stadtplanungsamtes vom 15. bis 22. Januar 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das prämierte Modell ist außerdem in der Stadtteilausstellung Grünwinkel im Prinz-Max-Palais bis zum 28. Februar 2010 zu sehen.

Bebauungspläne

Am 22. Januar 2010 wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan /Rahmenplan im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe einstimmig angenommen. Zahlreiche Mitglieder der einzelnen Gruppen aus dem Mehrgenerationen-Wohnprojekt haben diese Abstimmung aufmerksam verfolgt.

Aber auch im inneren Bereich der Gruppen hat sich Entscheidendes getan. 35 Mitglieder aus der Mietergruppe, den beiden Baugruppen und der Genossenschafts-gruppe haben auf einer 2-tägigen Klausur-Werkstatt am 9. Und 10. Januar 2010 festgelegt, wie sie mit ihren Partnern arbeiten und welche Ziele sie in nächster Zukunft für ihr Projekt verfolgen wollen.
Wichtige Fragen waren dabei unter anderem:
Welches Energiekonzept soll für das Gesamtprojekt ausgewählt werden?
Wie kann die Ver- und Entsorgung gewährleistet werden?
Wie lassen sich die Wohn- und Freiflächen sowie die Gemeinschaftsflächen
aufteilen?

Für die Klärung dieser und weiterer Fragen wurden Arbeitsgruppen gebildet, die mit den zuständigen Fachleuten zusammenarbeiten und die Mitglieder regelmäßig über das Erreichte unterrichten sollen .

Noch sind nicht alle Wohngruppen am Ziel der erhofften Mitgliederzahl. Deshalb:

In allen Gruppen werden weitere Mitwirkende gesucht.
Nähere Informationen und Kontaktmöglichkeiten unter www.am-albgruen.de

Hier finden Sie auch die nächsten Termine der Info-Veranstaltungen und der gemeinsamen Stammtische.

Über die dort aufgeführten Ansprechpartner können Sie auch die nächsten Gruppentermine erfahren.